Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobel hat am vergangenen Freitag Rotkreuz-Vorstand Kai Jehle-Mungenast die Förderurkunde über 2,8 Millionen Euro für den Neubau der DRK-Rettungswache in Achern übergeben.
Minister Strobl hat bei einer Feierstunde im Innenministerium in Stuttgart Förderurkunden an Rettungsdienstorganisationen übergeben. Damit können die beiden Landesverbände des Deutschen Roten Kreuzes, der Arbeiter-Samariter-Bund, die Johanniter-Unfall-Hilfe, der Malteser Hilfsdienst, die Bergwacht und der DLRG-Landesverband Baden landesweit 34 Rettungswachen neu bauen, umbauen und erweitern.
Stellvertretend für den Landesverband Badisches Rotes Kreuz nahm Kai Jehle-Mungenast für den Bauherrn, der DRK-Kreisverband Bühl-Achern, die Urkunde entgegen. Geplant ist ein Neubau der Wache am neuen Standort des Klinikums Ortenau in Achern. „Die Berücksichtigung der Rettungswache Achern ist für die Bevölkerung in der Region von besonderer Bedeutung. Eine moderne und leistungsfähige Rettungswache trägt maßgeblich dazu bei, die Hilfsfristen zuverlässig einzuhalten und im Notfall schnell und professionell Hilfe zu leisten“, formuliert Jehle-Mungenast die Anforderungen.
Gerade auch in Hinblick auf die sich wandelnde Klinikstruktur und den Neubau der Klinik in Achern, ist die dort angrenzend geplante Rettungswache und der Notarztstandort ein wichtiger Schritt zur langfristigen Sicherung der rettungsdienstlichen Infrastruktur. Deshalb traf es die Region schwer, als in den vergangenen Jahren bereits mehrfach die Förderanträge abgelehnt wurden. Daraufhin hatten sich die beiden Landtagsabgeordneten Bernd Mettenleiter und Willi Stächele und Acherns Oberbürgermeister Manuel Tabor für eine mögliche Förderung engagiert.
„Der Bevölkerungsschutz in Baden-Württemberg fußt auf drei Säulen. Einem guten rechtlichen Rahmen, angemessener Infrastruktur und Technik und vor allem auf den Menschen. Mit der Finanzspritze für den Neu-, Um- und Ausbau der Gebäude zeigen wir auch Wertschätzung für die Menschen, die Tag für Tag Leben – vielfach im Ehrenamt – retten. Wir zollen ihnen Dank und Respekt, weil wir ihre wertvolle Arbeit wertschätzen. Mit den investierten rund 62 Millionen Euro für den Rettungsdienst schaffen wir in Baden-Württemberg eine starke Grundlage – für eine zukunftsfeste Infrastruktur des Rettungsdienstes und für zeitgemäße Arbeitsbedingungen. Moderne Rettungswachen sind das Rückgrat einer schnellen und verlässlichen Notfallrettung“, sagte der stellvertretende Ministerpräsident und Innenminister Thomas Strobl bei der Übergabe der Förderurkunden.


