· Aktuelles

Ein klares Zeichen für Menschlichkeit und Zusammenhalt

Bereits zum vierten Mal haben die Stadt Bühl und der DRK-Kreisverband Bühl-Achern e. V. gemeinsam mit weiteren Partnern ein vielfältiges Programm im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus umgesetzt. Unter dem Motto „100 % Menschenwürde. Zusammen gegen Rassismus und Rechtsextremismus“ fanden vom 16. bis 28. März 2026 insgesamt acht Veranstaltungen statt.

Neben Filmvorführungen, einem bunten Nachmittag im gemeinsam betriebenen Café International sowie einem Stand auf dem Bühler Wochenmarkt zählten in diesem Jahr insbesondere zwei Veranstaltungen zu den Highlights, die im Rahmen des Projekts „Vielfalt feiern!“ entstanden sind: der Aktionstag „Diskriminierung im Alltag: Erkennen. Verstehen. Handeln. Gemeinsam!“ am 18. März in der Campus-Mensa sowie der VR-Workshop „VR-Vorsicht Realität“ am 27. März in der Mediathek.

Schulübergreifender Aktionstag am Vormittag
Unter der Leitung des DRK-Projektteams „Vielfalt feiern!“ und der städtischen Integrationsbeauftragten wurde erstmals ein schulübergreifender Aktionstag organisiert. Beteiligt waren Schülerinnen und Schüler der „Vielfalt feiern!“-AG sowie des Courage-Teams des Windeck-Gymnasiums, die Schulleitung der Aloys-Schreiber-Gemeinschaftsschule, die Initiative Omas gegen Rechts Bühl-Achern sowie der Verein Pro Demokratie Mittelbaden.
Am nicht öffentlichen Programm am Vormittag nahmen über 120 Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 8 bis 10 aus vier Bühler Schulen teil: Bachschlossschule, Carl-Netter-Realschule, Aloys-Schreiber-Gemeinschaftsschule und Windeck-Gymnasium. Im Mittelpunkt standen Fragen wie: Welche Erfahrungen machen Jugendliche mit Diskriminierung im Alltag? Haben sie selbst entsprechende Situationen erlebt oder beobachtet? Und welche Ideen und Vorschläge haben sie, dem entgegenzuwirken?
Zum Einstieg wurde der Dokumentarfilm „TOGETHER“ der „Vielfalt feiern!“-AG gezeigt. Anschließend konnten die Teilnehmenden ihre Erfahrungen anonym auf einer Wall of Shame festhalten. In moderierten Kleingruppen entwickelten sie zudem Ideen und Lösungsansätze, die auf einer Wall of Fame präsentiert wurden. Die Ergebnisse wurden abschließend im Plenum vorgestellt und gemeinsam reflektiert.

Öffentliche Veranstaltung am Abend
Am Abend wurde der Film „TOGETHER“ erneut im Rahmen des öffentlichen Programms gezeigt. In ihren Grußworten betonten der Bürgermeister sowie die Schulleitung der Aloys-Schreiber-Gemeinschaftsschule die Bedeutung des Aktionstags und würdigten das Engagement aller Beteiligten. Unter den Gästen waren zahlreiche Schülerinnen und Schüler, Bürgerinnen und Bürger, Mitglieder des Gemeinderats und des Landtags, Lehrkräfte und Schulleitungen sowie ein Vertreter des Schulamts. 

Starke Stimmen der Schüler*innen
Besonders eindrucksvoll war der Beitrag der Schülerinnen und Schüler der Vielfalt feiern!-AG und des Courage-Teams. Sie präsentierten die Ergebnisse des Vormittags, machten auf die hohe Zahl an Jugendlichen aufmerksam, die auch in Bühl Diskriminierung erleben, und forderten Politik, Schule und Gesellschaft auf, zu handeln. Mit ihren konkreten Ideen und Vorschlägen setzten sie ein starkes Zeichen und verdeutlichten wie wichtig, es ist, junge Perspektiven ernst zu nehmen und aktiv in gesellschaftliche Diskurse einzubeziehen. 

Raum für Begegnung und Austausch
Beim anschließenden Ausklang bot sich Gelegenheit zum persönlichen Austausch. Ein internationales Buffet sowie Stände mit Literatur und Infomaterial rundeten das Programm ab. Es entstand ein offener Begegnungsort, der die Bedeutung gemeinsamer Verantwortung für ein respektvolles Miteinander deutlich unterstrich. 

Nachhaltige Wirkung
Die im Rahmen des Aktionstags entstandene Ausstellung mit Wall of Shame und Wall of Fame war bis Ende April in der Bühler Mediathek zu sehen. Die Ergebnisse fließen in die Fortschreibung des städtischen Integrationskonzepts ein, in konkrete Ziele und Maßnahmen überführt und dem Gemeinderat vorgestellt.

Ein klares Zeichen für Menschlichkeit und Zusammenhalt
Sowohl der Aktionstag als auch das gesamte Programm der diesjährigen Internationalen Wochen gegen Rassismus zeigen, wie wichtig es ist, Diskriminierung sichtbar zu machen und ihr aktiv entgegenzutreten. Für das Deutsche Rote Kreuz ist dieses Engagement Teil seines Selbstverständnisses: Im Zeichen der Menschlichkeit.

Formate wie dieser Aktionstag sensibilisieren, fördern den Dialog und stärken den gesellschaftlichen Zusammenhalt. So leistet das DRK einen wichtigen Beitrag für eine offene und solidarische Gesellschaft.

Autorinnen: Vielfalt feiern!-Projektteam