Freiburg. Bereits zum fünften Mal absolvierten die Schülerinnen und Schüler des dritten Ausbildungsjahres des DRK-Kreisverbands Mittelbaden-Rastatt e.V. ein ganztägiges Advanced Cardiac Life Support (ACLS)-Training im Simulationszentrum der Universitätsklinik Freiburg. Acht angehende Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter nutzten die Gelegenheit, ihr Wissen und ihre praktischen Fähigkeiten unter realitätsnahen Bedingungen zu vertiefen.
Die Kursleitung lag erneut in den Händen von Notfallsanitäter und Praxisanleiter Bernhard Metzger sowie Dr. Florian Anselm, Facharzt der Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin am Universitätsklinikum Freiburg. Die Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin stellte bereits zum fünften Mal die Räumlichkeiten und die technische Infrastruktur des Simulationszentrums zur Verfügung. Während draußen hochsommerliche 37 Grad Celsius herrschten, konnten die Teilnehmenden dank klimatisierter Ausbildungsräume einen kühlen Kopf bewahren. Für die notwendige Energieversorgung sorgten Kaffee, Kaltgetränke, Butterbrezeln, Nusszopf sowie eine Riesenbrezel - optimale Bedingungen für einen intensiven Ausbildungstag.
Im Mittelpunkt standen verschiedene komplexe Notfallszenarien und Reanimationssituationen aus dem Bereich des Advanced Cardiac Life Support. Die Teilnehmenden trainierten die strukturierte Versorgung kritisch kranker Patientinnen und Patienten, die Beurteilung des Bewusstseinszustands, die Erhebung von Vitalparametern sowie die Einleitung invasiver Maßnahmen. Dies beinhaltete die Sicherung der Atemwege, die Anlage intravenöser und intraossärer Zugänge sowie die Einleitung einer pharmakologischen Therapie. Im weiteren Verlauf musste eine geeignete Zielklinik ausgewählt und die Patientinnen und Patienten über Funk vorangemeldet werden. Parallel dazu befand sich ein weiteres Team im simulierten Schockraum, in dem anhand des SINNHAFT-Schemas strukturierte Patientenübergaben trainiert wurden. An jedes Fallszenario schloss sich zusätzlich ein intensivmedizinischer Abschnitt an. Dabei standen insbesondere das erweiterte Atemwegsmanagement und die Narkoseinduktion im Fokus. Die Teilnehmenden trainierten die vollständige Vorbereitung einer sog. Rapid Sequence Induction (RSI), einschließlich Präoxygenierung und Applikation von Opioiden, Hypnotika und Muskelrelaxanzien. Abschließend erfolgte die Atemwegssicherung mittels Videolaryngoskopie und endotrachealer Intubation. Nach jedem Szenario wurde ein ausführliches Debriefing durchgeführt. Dabei analysierten die Teilnehmenden gemeinsam mit den Instruktoren ihre Entscheidungen, reflektierten Kommunikationsabläufe und identifizierten Verbesserungspotenziale für zukünftige Einsätze. Gerade diese strukturierte Nachbesprechung gilt als wesentlicher Bestandteil moderner simulationsbasierter Aus- und Fortbildung.
Mit dem nunmehr fünften ACLS-Training in Freiburg setzt der DRK-Kreisverband Mittelbaden-Rastatt e.V. seine erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin der Universitätsklinik Freiburg fort und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur qualitativ hochwertigen Ausbildung zukünftiger Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter. Wir wünschen allen Schülerinnen und Schülern viel Erfolg bei den anstehenden Prüfungen.


